Praxisnahe Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt beruflicher Qualifikation und ernährungsbezogener Verbraucherbildung für Teilnehmende aus Hannover und der Region.
Programme richten sich an Berufsrückkehrende, Arbeitsuchende mit Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit Region Hannover, Beschäftigte aus Pflege, Gastronomie und hauswirtschaftlichen Bereichen sowie an Verbraucherinnen und Verbraucher, die Ernährungskompetenz erweitern möchten. Zugangsvoraussetzungen variieren: für Grundkurse genügen Deutschkenntnisse auf B1-Niveau und Interesse an praktischer Arbeit. Für qualifizierende Angebote sind oft Nachweise über Schulabschluss, Berufserfahrung oder ein Einstufungstest erforderlich. Teilnahmebescheinigungen, Gesundheitszeugnisse oder Impfstatus können bei praktischen Modulen verlangt werden, um Hygieneanforderungen zu erfüllen.
Berufliche Programme umfassen Qualifikationen in Hauswirtschaft, Küchenmanagement, Ernährungsassistenz und betrieblicher Weiterbildung für Einrichtungsleitungen. Kooperationen mit IHK Hannover und regionalen Trägern ermöglichen praxisnahe Module und Anerkennung beruflicher Kompetenzen. Ziele sind Arbeitsplatzbefähigung, Aufstiegsförderung und unmittelbare Employability im Niedersächsischen Arbeitsmarkt. Module enthalten Arbeitsorganisation, Hygienemanagement nach HACCP, Warenwirtschaft und Grundlagen der Lebensmittelrechtsprechung.
Fortbildungen sind kurz- bis mittelfristig angelegt und adressieren Fachthemen wie Allergene, nachhaltige Beschaffung, betriebswirtschaftliche Grundlagen für Küchen oder Qualitätsmanagement in sozialen Einrichtungen. Veranstaltungen orientieren sich an aktuellen Anforderungen von Pflegeheimen, Schulen und Caterern in Hannover. Teilnahmezertifikate dienen der beruflichen Dokumentation und können bei internen Beförderungen oder für Förderanträge eingereicht werden.
Programme zur Verbraucherkompetenz vermitteln Kenntnisse zur Lebensmittelkennzeichnung, Einkaufssicherheit und zur Bewertung von Produktqualität. Inhalte stützen sich auf aktuelle Regelungen der Verbraucherzentrale Niedersachsen, Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und regionale Versorgungsstrukturen. Ziel ist, Verbrauchende zu befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen und Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Lernformate setzen auf sensorische Arbeit: Riechen, Schmecken, Texturarbeit und Verarbeitungstechniken werden systematisch eingesetzt. Durch Verkostungen, blindes Riechen und sensorische Beschreibungsübungen wird Wahrnehmung professionalisiert. Dieses Vorgehen fördert die Anleitungskompetenz in Ernährungsprojekten sowie die Entwicklung von Rezepten mit regionalen Produkten.
Workshops kombinieren theoretische Inputs zu Nährstoffen mit intensiver Praxis in der Lehrküche des Kronsberghofs. Zielgruppen sind Laien, pädagogische Fachkräfte und Mitarbeiterinnen aus Gemeinschaftsverpflegung. Inhalte reichen von saisonaler Menüplanung bis hin zu Allergenmanagement und Portionskalkulation. Praxisanteile werden dokumentiert und fließen in das Portfolio der Teilnehmerinnen ein.
Angebote sind modular gestaltet und als Präsenzveranstaltungen, Hybridkurse mit Live-Streams und betreuten Online-Selbstlernphasen sowie rein digitale Seminare verfügbar. Präsenzphasen nutzen die Lernwerkstätten und den Schulgarten, Online-Module ergänzen die Theorie mit interaktiven Tests, Videodemonstrationen und moderierten Foren.
Die Dauer variiert stark je nach Ziel. Kurse reichen von kompakten Tagesseminaren bis zu beruflichen Qualifikationen über mehrere Monate. Nachfolgend exemplarische Programmdaten mit typischen Umfangsangaben und Niveaustufen zur Orientierung.
| Programmbezeichnung | Dauer | Umfang (Unterrichtseinheiten) | Niveaustufe (EQF) | Abschluss / Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Basisqualifizierung Hauswirtschaft | 3 Monate | 240 UE | EQF 3 | Teilnahmezertifikat Bildungswerk |
| Fachkraft Ernährung und Praxis | 9 Monate | 720 UE | EQF 4 | Abschlusszertifikat, ggf. IHK-Kooperation |
| Kurzseminar Allergenmanagement | 1 Tag | 8 UE | kein EQF | Teilnahmebescheinigung |
| Leitung Küche in sozialen Einrichtungen | 6 Monate | 360 UE | EQF 4–5 | Abschluss mit Projektarbeit |
| Ernährungsberater kompakt | 4 Monate | 300 UE | EQF 4 | Zertifikat, Prüfungsmodul möglich |
Abschlüsse reichen von Teilnahmebescheinigungen über interne Zertifikate bis zu extern anerkannten Abschlüssen in Kooperation mit IHK oder beruflichen Kammern. Für viele Maßnahmen sind anerkannte Prüfungen möglich. Anerkennungen erleichtern die Bewerbung auf regionale Stellen in Hannover und Niedersachsen.
Dozierende verfügen über pädagogische Qualifikationen, Berufserfahrung in Gastronomie, Hauswirtschaft oder Ernährungsberatung sowie Zusatzqualifikationen in Hygiene und Projektleitung. Regelmäßige Fortbildungen stellen Methodenkompetenz und fachliche Aktualität sicher.
Der Lernort bietet mehrere gut ausgestattete Lehrküchen, eine Werkstatt, Unterrichtsräume und einen barrierearmen Haupteingang. Die Ausstattung entspricht hygienischen Standards für Lebensmittelpraxis und bietet Platz für Gruppen bis 20 Personen.
Der Schulgarten erzeugt saisonales Gemüse und Kräuter für Kurse. Lernwerkstätten fördern handlungsorientiertes Arbeiten bei Themen wie Konservierung, Lagerung und regionaler Vermarktung. Praxisprojekte verbinden Garten, Küche und Verbraucherbildung.
Methoden setzen auf Projektarbeit, Fallstudien und praxisnahe Übungen. Lernziele werden operationalisiert und in realen Anwendungssituationen überprüft. Feedbackschleifen und peer-learning unterstützen nachhaltiges Lernen.
Lernbegleitung umfasst Lernstandserhebungen, Förderpläne und Beratungsangebote. Für Teilnehmende mit Sprachförderbedarf bestehen Integrationsmodule zur Verbesserung fachsprachlicher Kompetenzen.

Vorbereitungsmodule bereiten gezielt auf externe Prüfungen vor. Die Bildungsarbeit zielt auf nachhaltige Vermittlung in lokale Arbeitsmärkte, Kontakte zu regionalen Arbeitgebern und Unterstützung bei Bewerbungen.
Förderoptionen umfassen Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit, Bildungsprämien des Bundes und Förderprogramme des Landes Niedersachsen. Kosten variieren nach Kursform und Dauer; individuelle Beratungen klären Förderfähigkeit.
Anmeldung erfolgt online oder per Telefon. Gebührenordnung listet Teilnahmegebühren und Ermäßigungen. Stornobedingungen staffeln sich je nach Zeitraum vor Kursbeginn; Buchungen für förderfähige Maßnahmen sind mit Antragstellungen abzustimmen.
Kooperationen mit lokalen Trägern, Pflegeeinrichtungen, Schulverpflegung und IHK Hannover schaffen Praxisplätze, Projektaufträge und Anerkennungswege. Netzwerkarbeit stärkt regionale Vermittlungswege.
Exkursionen zu Betrieben und regionalen Erzeugern sowie Praxisprojekte mit Schulen und Kommunen fördern direkte Vernetzung und praktische Erfahrung.
Programme werden regelmäßig intern und extern evaluiert. Teilnehmerfeedback und Arbeitsmarktindikatoren werden zur Qualitätsentwicklung genutzt. Fortbildungsangebote für Dozierende sichern methodische Standards.
Räumlichkeiten sind weitgehend barrierearm gestaltet. Angebote berücksichtigen Unterstützungsbedarfe und bieten differenzierte Zugänge für Menschen mit Handicap.
Regionalität, saisonale Wirtschaft und ökologische Produktionsweisen sind in Curricula verankert. Ziel ist die Förderung nachhaltiger Beschaffungs- und Verarbeitungspraktiken.
Erfolgsmeldungen dokumentieren berufliche Eingliederungen und Qualitätsverbesserungen in kooperierenden Einrichtungen.
Aktuelle Termine werden vierteljährlich veröffentlicht. Jahresprogramm beinhaltet wiederkehrende Basiskurse, Sommerworkshops und berufliche Qualifikationen.
Beratungstermine vor Ort und telefonische Beratung sind verfügbar. Die Einrichtung ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Hannover erreichbar; detaillierte Anfahrtsbeschreibungen sind online abrufbar.